Der Auszug

mit der Daumentechnik kann ich die Sehne weiter ausziehen als mit der mediterranen Technik. Je nach individuellem Gefühl oder Körpergröße macht es mehr Sinn, bis zum Mundwinkel, zum Kinn, oder bis zum Ohrläppchen auszuziehen. Wenn der Bogen es zulässt, (und die Pfeile lang genug sind) sogar bis hinter das Ohr hinaus. Bei den drei erst genannten Auszuglängen habe ich die Möglichkeit, mir einen Ankerpunkt zu suchen; im Bereich hinter dem Ohr besteht diese Möglichkeit nicht. Es ist jedoch auch hier möglich einen gefühlten Punkt zu finden um einen reproduzierbaren Auszug zu gewährleisten, in dem ich mich entweder darauf konzentriere, meine Schulterblätter bis zu einem bestimmten gefühlten Punkt zusammenzuziehen, oder Unter- und Oberarm der Sehnenhand maximal abgewinkelt sind. Oder, – wie wir es auch vom Kyudo kennen – kann ich mit dem Pfeilschaft an der Backe z.Bsp. die Federwicklung spüren, oder ich kann so weit ziehen, bis die Sehne die Brust berührt. Eine weitere Möglichkeit den Auszugspunkt zu finden, besteht über die Pfeillänge. Hier orientiere ich mich daran, die Pfeilspitze bis zu einem bestimmten Punkt am Daumen der Bogenhand zu bringen.

Ich möchte mit den folgenden drei Videos zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, die Sehne auszuziehen.


diesen Auszug von unten in die horizontale Position empfehle ich nur für schwächere Bögen.


bei diesem Auszug wird der Bogenarm schon in Höhe des Zieles genommen und es kann bereits anvisiert werden.


bei dieser Methode lasse ich die Schwerkraft mitwirken und kann auch starke Bögen ausziehen.

Die folgenden Bilder zeigen mögliche Auszugslängen und Ankerpunkte am Mundwinkel, Ohrläppchen und hinter dem Ohr. Hinter dem Ohr ist nur ein „fliegender“ Anker wie oben beschrieben möglich.

P1070975 P1070983 P1070987

P1070988

 

weiter mit:    das lösen