Die Zughand

das verriegeln und ziehen der Bogensehne mit dem Daumen scheint eine natürlichere Methode zu sein, als die mediterrane Methode mit den drei Fingern. Wenn man jemand beobachtet, der noch nie etwas mit einem Bogen zu tun gehabt hat, zum Beispiel ein Kind, dann wird dieses ohne vorher instruiert worden zu sein, die Sehne mit dem Daumen und dem Zeigefinger ausziehen. Und sehr wahrscheinlich legt es den Pfeil (als Rechtshänder) auch an der rechten Bogenseite an. Sehr ähnlich der Daumentechnik Methode.

P1070952Egal, ob Sie die Sehne ohne Schutz für den Daumen, mit Lederschutz, oder mit Daumenring ausziehen, das verriegeln der Zughand bleibt gleich. Ich stelle hier die geläufigste Methode vor, die ich auch selber verwende. Es gibt jedoch weitere sechs Hauptmethoden und zahlreichere Varianten davon, die sich alle ein wenig voneinander unterscheiden. Je nach dem wie stark der Bogen ist, oder wie lange und kräftig die Finger der eigenen Hand geschaffen sind, verwendet man den einen oder anderen Riegel. Egal welchen Riegel Sie verwenden, können Sie diesen für Ihre individuellen Bedürfnisse leicht abändern. Doch sollten Sie unbedingt bedenken, dass wenn Sie sich einmal für einen Riegel entschieden haben, diesen weiter zu verwenden. Schon die leichtesten Änderungen darin haben gravierenden Einfluss auf Ihren Schuss.

P1070956Oben sehen Sie wie der Pfeil im System liegt. Dabei ist zu beachten, dass unter keinen Umständen die Nock des Pfeiles Druck auf irgend einen Teil des Daumens, oder des Zeigefingers ausübt. Der Zeigefinger sollte relaxed und nicht verkrampft auf dem Daumen aufliegen. Der Pfeil wird dadurch am Bogen gehalten, in dem das mittlere Glied des Zeigefingers gerade so fest gegen die rechte Seite des Pfeiles drückt, dass dieser vorne nicht von der Bogenhand fällt.

Auf dem mittleren Bild – von unten aufgenommen – ist zu sehen, dass der eigentliche Riegel dadurch gehalten wird, dass P1070959die Daumenspitze oder die Lippe des Daumenringes gegen den Mittelfinger gedrückt wird und nicht weil der Zeigefinger sich krampfhaft vor den Daumen legt. Die drei restlichen Finger, die nicht benötigt werden, pressen mit sanftem Druck gegen den Handballen und ermöglichen so einen stabilen Riegel.

Auf dem unteren Bild sehen Sie die Bogenhand im Vollauszug. Während des Auszuges darf sich der Riegel nicht verändern und muss locker bleiben. Nur so ist auch ein sauberes Release möglich, bei dem der Pfeil ohne störende Einflüsse beschleunigt wird.

weiter mit:    der Auszug