Das Einnocken

die Daumentechnik macht es möglich, den Vorgang des einnockens flüssiger zu gestalten als im Vergleich zur mediterranen Technik. Pfeil vor dem nocken fassenDer Pfeil wird an die rechte Seite des Bogens angelegt, ich erspare mir das einfädeln des Pfeiles zwischen Sehne und Bogenarm. Natürlich benötigt die gezeigte Art des nockens etwas Übung, aber es bietet den Vorteil, dass es mir einfach gemacht wird, das Ziel während des Nockvorgangs nicht aus den Augen zu lassen. Obendrein sieht es auch noch flüssiger und ich denke, auch eleganter aus.

Bevor ich mit dem nocken beginne, muss ich erst mal einen Pfeil in die Hand nehmen. Hier wird es mir wieder einfach gemacht. Ich muss den Pfeil nicht an der Nocke zu fassen bekommen, sondern greife den Pfeil irgendwo am Schaft, was bedeutend einfacher auch ohne hinzusehen zu bewerkstelligen ist.

  • Als nächstes lege ich den Pfeil einfach an die rechte Bogenseite (den Bogenarm halte ich bereits auf Höhe des Zieles) und fixiere diesen mit dem Mittel und Zeigefinger der Bogenhand.P1070929
  • Ich führe meine Hand am Pfeilschaft entlang, über die Befiederung in Richtung Nock und kann mit dieser Bewegung gleich eventuelle Beschädigungen am Pfeilschaft spüren. (Bitte Vorsicht bei Carbonschäften – hartnäckige und schmerzhafte Splitter bei defekten Schäften!) P1070941
  • Dann greife ich die Nock zwischen Daumen und Zeigefinger der Zughand (Ein Daumenring stört mich hier nicht, solange dessen Lippe nicht zu lang ist) und drücke den Pfeil immer entlang der Sehne als Führung nach vorne bis die Nock an der Sehne ist.P1070943
  • Jetzt lasse ich die Sehne zwischen Daumenballen und Nock durchgleiten bis die Sehne hörbar an der Nocköffnung einrastet

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  • Im folgenden nur noch mit dem Daumenring unter den Pfeil gehen, den Riegel der Zughand festigen (nächstes Kapitel) und – wichtig – vorne an der Bogenhand den Pfeil zwischen Mittel/Zeigefinger wieder freigeben. Darauf achten dass die Bogenhand wieder in die Ausgangshaltung zurückgeht. Während des gesamten Vorganges kann ich das Ziel die ganze Zeit fokussieren.

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  • Nockpunkt oder nicht? Diese Frage stellen sich bestimmt einige. Natürlich kann man auch bei dieser Technik einen Nockpunkt verwenden. Ich selber habe lediglich eine kleine Markierung zur gelegentlichen Kontrolle an der Sehne. Also keinen “erhabenen” Punkt. Wenn ich ohne an die Sehne zu schauen einnocke und mein Blick ausschließlich auf das Ziel fokussiert ist, passiert es mir häufig, dass ich genau am Nockpunkt einnocke. Was natürlich positiv ist, aber wenn dies ein “erhabener” Nockpunkt ist, stört er mich beim nocken. Deshalb “nur” die Markierung bei mir. Oder aber, Sie nocken bewusst deutlich über oder unter dem Nockpunk ein und schieben dann den Pfeil bis zum Nockpunkt hin. Sie können sich einen Metallnockpunkt an die Sehne machen oder auch nur etwas feinen Nähgarn um die Sehne wickeln und mit Kleber fixieren. Das funktioniert genau so gut und schont die Sehne besser als Metall.

 

 

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